Beziehungen bis zum Schluss aufrecht erhalten | Hausärzte im Hospiz


Die Hausärzte treffen sich regelmäßig mit dem Hospizpersonal
Die Hausärzte treffen sich regelmäßig mit dem Hospizpersonal

Einmal im Quartal treffen sich Hausärzte und Hospizpersonal, um über Fachliches, über einige Gäste und auch über Persönliches zu sprechen. Seit drei Jahren kommen sie regelmäßig zusammen und entwickeln gemeinsame Standards für die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen.

 

Wenn jemand in das Hospiz einzieht, fällt der Hausarzt oft weg. Das hat verschiedene Ursachen: Es gibt Hausärzte, die grundsätzlich keine Hausbesuche und damit auch keine Hospizbesuche machen. Andere scheuen sich vor der Aufgabe, jemanden bis zum Schluss zu begleiten. Oft springt ein SAPV-Team ein, wenn es auf das Lebensende zu geht. Die Beziehung zu einem eigenen Hausarzt, die sich jahrelang aufgebaut hat, sollte am Lebensende nicht unbeachtet bleiben, denn ihr Abbruch kann es zusätzlich schwer machen.

 

Die Ärztinnen und Ärzte, die eng mit dem Hospiz zusammen arbeiten, kennen die anfänglichen Bedenken. Auch sie wussten zu Beginn nicht, wie mit Sterbenden im Hospiz umzugehen ist. Doch sowohl palliativ-orientierte Weiterbildungen, als auch die Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal vor Ort haben sie in ihrem Handeln bestärkt. So lange eine spezielle-ambulante Versorgung des Patienten nicht nötig ist, kann im Grunde jeder Hausarzt noch gut zur Seite stehen.

 

Das Treffen mit anderen Ärzten ist neben dem fachlichen Austausch und der Möglichkeit, ethische Fragen zu diskutieren, auch ein guter Ort, um gemeinsam über die Thematik Tod zu sprechen. Was allein unmöglich scheint, ist mit vielen oftmals gut machbar.

 

So sehen das auch die Hausärzte und -ärztinnen, die dem Hospiz am St. Elisabethkrankenhaus verbunden sind. Und sie laden andere niedergelassene Mediziner herzlich dazu ein, Teil der "Hausärzte im Hospiz" zu werden.